LNG-Lkw: (Erd-)Gas als Kraftstoff

Seit 2017 setzt die Transportlogistik der DRÄXLMAIER Group erfolgreich einen LNG-Truck ein. LNG bezeichnet ein auf -161 Grad Celsius gekühltes Erdgas. Mit einer Tankfüllung sind bis zu 600 Kilometer Reichweite möglich.

Kurzbeschreibung

Ziel ist es, die Ökobilanz des Unternehmens kontinuierlich zu verbessern. So setzt die Transportlogistik der DRÄXLMAIER Group seit 2017 einen LNG-Truck ein – bei einer aktuellen Gesamtlaufleistung (September 2018) von knapp 125.000 Kilometern.

LNG bezeichnet ein auf -161 Grad Celsius gekühltes Erdgas. Durch die niedrigen Temperaturen wechselt es vom gasförmigen in den flüssigen Zustand. Dadurch schrumpft das Erdgas auf ein Sechsthundertstel seines ursprünglichen Volumens, es braucht also wesentlich weniger Platz. Die größere Energiedichte ermöglicht hohe Reichweiten bei gleichem Tankvolumen, weshalb es sich besonders für den Transport von Gütern über lange Strecken eignet. Mit einer Tankfüllung sind in dieser Konfiguration bis zu 600 Kilometer Reichweite möglich.

Insgesamt erzielte die DRÄXLMAIER Transportlogistik 2017 eine Einsparung von 416 Tonnen CO2e durch den Einsatz von Lkws mit alternativen Antrieben und durch innovative Transportkonzepte wie etwa kombinierten Straßen-Schienen-Güterverkehr (766.000 km).

Durch den Einsatz von Erdgas-Lkws werden nun ca. 18% CO2e bei jedem Transport eingespart, bezogen auf „tank to wheel“.
Neben der CO2e-Reduktion senken LNG-Trucks sowohl den Schadstoffausstoß von Stick-, Schwefeloxiden und Feinstäuben, als auch die Lärmbelastung im Vergleich zu Diesel-Lkws effektiv.

THG-Reduktionspotenzial

  • Bis ca. 18% geringere CO2e im Vergleich zu rohöl-basierten Treibstoffen, bezogen auf „tank to wheel“
  • Praktisch keine Rußpartikel und keine Filter oder Additive (AdBlue) benötigt
  • Beimischung von Bioerdgas bis 100%

Übertragbarkeit & Herausforderungen

  • Höhere Anschaffungskosten innerhalb der Nutzungsdauer zu amortisieren
  • Günstige Dieselpreise im In- und Ausland
  • Flexibilität an Personal und Fahrzeuge durch Veränderung der Einsatzbedingungen

Anforderungen an Dritte

  • Staatliche Förderung für Tankstellen / Infrastruktur an strategisch wichtigen Verkehrsknotenpunkten
  • Langfristige Energiesteuerdifferenzierung
  • Sonderabschreibungen
  • Befreiung von der Lkw-Maut bei alternativen Antrieben
  • Anschaffungskosten müssen seitens der Hersteller gesenkt werden; deshalb Förderung von mindestens 1.000 CNG und LNG Lkws zur Generierung von Skaleneffekten und Hebung von Kostensenkungspotentialen erforderlich

Bereits abgeschlossene Anforderungen von Dritten

  • Staatliche Förderung pro Lkw und Sattelzug:
    • 8.000€ für CNG
    • 12.000€ für LNG
    • Insgesamt ist die Förderung pro Unternehmen auf 500.000€ begrenzt
    • In 2018 stehen 10 Mio. € zur Verfügung (dieses Vorhaben ist zunächst bis Ende 2020 befristet)

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