CNG-Lkw: (Erd-)Gas als Kraftstoff

Seit 2015 setzt die Transportlogistik der DRÄXLMAIER Group erfolgreich CNG-Trucks in Malaysia und Thailand ein. Neben der CO2e Reduktion senken CNG-Trucks sowohl den Abgasausstoß von Stick- und Schwefeloxiden und weiterer Feinstäube, als auch die Lärmbelastung im Vergleich zu Diesel-Lkws effektiv.

Kurzbeschreibung

Ziel ist es, die Ökobilanz des Unternehmens kontinuierlich zu verbessern. So setzt die Transportlogistik der DRÄXLMAIER Group seit 2015 CNG-Trucks erfolgreich in Malaysia und Thailand ein. CNG ist ein auf 200 bar komprimiertes Erdgas. Damit ist ein sauberer und emissionsärmerer Transport möglich.

Seit Anfang Juni 2015 arbeitet DRÄXLMAIER zum Beispiel mit einem Transport-Dienstleister zusammen, der als eines der ersten Unternehmen vor Ort auf nachhaltige Antriebe setzt. Dabei transportiert die Spedition Seefrachtcontainer in Malaysia über eine Distanz von 250 km von Ipoh zum Hafen Port Kelang mit erdgasbetriebenen Lkws.

Insgesamt erzielte die DRÄXLMAIER Transportlogistik in 2017 eine Einsparung von 416 Tonnen CO2e durch den Einsatz von Lkws mit alternativen Antrieben und durch innovative Transportkonzepte wie etwa kombinierten Straßen-Schienen-Güterverkehr (766.000 km).

Durch den Einsatz von Erdgas-Lkws werden nun ca. 18% CO2e bei jedem Transport eingespart, bezogen auf „tank to wheel“.

Neben der CO2e-Reduktion senken CNG-Trucks sowohl den Schadstoffausstoß von Stick-, Schwefeloxiden und Feinstäuben, als auch die Lärmbelastung im Vergleich zu Diesel-Lkws effektiv.

Transportentfernung

  • 350 km

THG-Reduktionspotenzial

  • Bis ca. 18 Prozent geringerer CO2e Ausstoß im Vergleich zu rohölbasierten Treibstoffen, bezogen auf „tank to wheel“
  • Praktisch keine Rußpartikel und keine Filter oder Additive (AdBlue) benötigt
  • Beimischung von Bioerdgas bis 100%

Übertragbarkeit & Herausforderungen

  • Höhere Anschaffungskosten innerhalb der Nutzungsdauer zu amortisieren
  • Günstige Dieselpreise im In- und Ausland
  • Flexibilität an Personal und Fahrzeuge durch Veränderung der Einsatzbedingungen

Anforderungen an Dritte

  • Staatliche Förderung für Tankstellen / Infrastruktur an strategisch wichtigen Verkehrsknotenpunkten
  • Langfristige Energiesteuerdifferenzierung
  • Sonderabschreibungen
  • Befreiung von der Lkw-Maut bei alternativen Antrieben
  • Anschaffungskosten müssen seitens der Hersteller gesenkt werden; deshalb Förderung von mindestens 1.000 CNG und LNG Lkws zur Generierung von Skaleneffekten und Hebung von Kostensenkungspotentialen erforderlich

Bereits abgeschlossene Anforderungen von Dritten

  • Staatliche Förderung pro Lkw und Sattelzug:
    • 8.000€ für CNG
    • 12.000€ für LNG
    • Insgesamt ist die Förderung pro Unternehmen auf 500.000€ begrenzt
    • In 2018 stehen 10 Mio. € zur Verfügung (dieses Vorhaben ist zunächst bis Ende 2020 befristet)

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