Batterieelektrische Lkw in der BMW Group Logistik

Die BMW Group setzt in verschiedenen Logistikbereichen batterieelektrische Lkw ein, um die Technologie verstärkt unter realen Bedingungen zu testen. E-Lkws können lokal emissionsfrei und fast geräuschlos fahren.

Kurzbeschreibung

Die BMW Group hat in ihren Werken in München, Landshut und Leipzig insgesamt bereits acht batterieelektrische Lkw (E-Lkw) im Einsatz. In Landshut werden seit Juli 2017 vier E-Lkw durch die Firma Schnellecke Logistics zur Produktionsversorgung des dortigen BMW Werks betrieben. In München sind im Moment zwei E-Sattelzugmaschinen und ein E-Autotransporter durch ARS Altmann und die Scherm Gruppe im Einsatz. Den Betrieb des E-Lkw im BMW Group Werk Leipzig übernimmt die Firma Elflein. Das zulässige Gesamtgewicht der Sattelzugmaschinen und Trailer beträgt bis zu 40 t. Der Autotransporter in München transportiert bis zu fünf Fahrzeuge pro Fahrt aus dem Werk zu den Auslieferungsstandorten in Garching bei München sowie der BMW Welt.

Ziel der Projekte ist die Erprobung der Technologie unter realen Bedingungen und die Ausweitung auf weitere Einsatzbereiche. Das Aufladen der Fahrzeugbatterien wurde erfolgreich in die bestehenden Prozesse integriert. Somit entstehen keinerlei Nachteile im Vergleich zu herkömmlich eingesetzten Diesel-Lkw.

Im Gegensatz zum Diesel-Lkw fahren die E-Lkw lokal 100% emissionsfrei und nahezu geräuschlos. In Anbetracht drohender Diesel-Einfahrverbote in deutschen Städten, eignet sich die Technologie deswegen speziell auch für den Innenstadtverkehr. Eine entscheidende Herausforderung beim Einsatz von E-Lkw ist die erfolgreiche Integration in bestehende Prozesse. Zudem erfordern die Installation von Ladestationen sowie der Ankauf des Fahrzeugs deutlich höhere Investitionsausgaben als bei herkömmlichen Lkw.

THG-Reduktionspotenzial

  • Je nach eingesetztem Strom-Mix bis zu 100%

Übertragbarkeit & Herausforderungen

  • Einfache Übertragbarkeit auf andere Anwendungsfälle
  • Aufbau einer Ladeinfrastruktur notwendig
  • Begrenzte Reichweite
  • Hohe Investitionsausgaben für Fahrzeug und Ladeinfrastruktur

Anforderungen an Dritte

  • Möglichkeit zur Nachtbelieferung
  • Politische Anreizsysteme zum Bau der Ladeinfrastruktur und zum Kauf der Fahrzeuge

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